Schwerpunkt Musik

Musikalische Aktivitäten an der Goetheschule

Musikalische Aktivitäten spielen seit vielen Jahrzehnten in Arbeit und Leben unserer Schule eine große Rolle.

Ab Kl. 5 sind die Klassen nahezu vollständig im Chor, wodurch allein die Goethespatzen über 120 Kinder der Kl. 5 und 6 umfassen. Eltern schätzen, dass es an der Goetheschule „zum guten Ton“ gehöre, im Chor mitzuwirken. Etliche Instrumentalisten spielen bereits im Vororchester (80 Mitglieder) oder werden baldmöglichst ermutigt, ein Instrument zu erlernen. Häufig wirken die Schüler/innen sogar in beiden Ensembles mit. Dadurch entsteht ein frühzeitiger Einstieg in vielfältige Aktivitäten bei Konzerten und verschiedenen Darbietungen, z.B. auch dem alljährlichen „Goethezirkus“ in Zusammenarbeit mit Sport, Tanz und Akrobatik.

Die jungen Musiker lernen ganz selbstverständlich und spielerisch, sich mit Geduld, Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen einem Ziel zu widmen. Für Auftrittssituationen

wird ein gutes Nervenkostüm, Konzentrationsvermögen, Gedächtnis und Teamgeist trainiert. Voraussetzung sind grundlegende gesangs- und spieltechnische Kompetenzen und die Bereitschaft zur Teamarbeit.

Teamgeist und eigenverantwortliches Arbeiten sind zusätzlich noch einmal Schwerpunkte auf den jährlichen Chor- und Orchesterfahrten, die viele Stunden Probe am Tag beinhalten. Zusätzliche Gruppenaktivitäten fördern den Zusammenhalt und die Lust an der Sache (s. u.).

Dieses Konzept zieht sich durch bis zur Sek II, was sich ebenfalls in der Größe der Ensembles niederschlägt: Im Großen Chor singen ca. 150 Schüler/innen der Kl. 7-12, im Hauptorchester spielen über 100 Instrumentalisten.

Etliche junge Musiker sind durchgehend von Kl. 5-12 aktiv beteiligt und übernehmen bei entsprechender Qualifikation auch häufig diverse Solorollen. Dies ermöglicht noch einmal konzentrierte Erfahrungen für exponierte Situationen im späteren Berufsleben.

Durch die durchgängige musikalische Arbeit an unserer Schule ist es möglich, anspruchsvolle Werke für Chor und Orchester zu erarbeiten, die meist dem gängigen Konzertrepertoire entnommen sind: hier sind exemplarisch für den Chorbereich das Musical Jesus Christ Superstar, Auszüge aus Händels „Messiah“ sowie Bachs Hoher Messe in h-Moll oder auch Bernsteins „Chichester Psalms“ zu nennen sowie für den Orchesterbereich Bachs Violinkonzerte, Mozarts Sinfonie Nr. 40 (1. Satz), Beethovens 5. Sinfonie (1. Satz), Dvoraks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ (4. Satz), oder auch Auszüge aus Tschaikowskys „Schwanensee“ und auch Filmmusik (u.a. Starwars, Fluch der Karibik).

Alle Beteiligten investieren dabei viele zusätzliche Stunden und zeigen leidenschaftliches Engagement weit über den normalen Stundenplan hinaus.

Daher wurde unser Musikalischer Schwerpunkt auch von der Bezirksregierung bis einschließlich des letzten Jahrgangs (Q2) anerkannt. Dadurch können die geleisteten Stunden bis zur 12. Klasse eingebracht werden. Dies hilft, den Aufwand sinnvoll zu ökonomisieren und zu bündeln.

Chor und Orchester

Mit Blick auf die zeitliche Organisation ergibt sich folgendes Bild:

Es gibt im Bereich der Chöre die Goethespatzen (Kl. 5/6), jeweils montags, 7. Std.; der Große Chor (Kl. 7-12) probt montags von 17 bis 18.30 Uhr.

Im Orchester gibt es einerseits das Vororchester, mittwochs (14-tägig), 16-17.30h (Kl. 5-8),

andererseits das Hauptorchester, mittwochs, 18-20.15h (Kl. 9-12), ggf. Extraproben nach Vereinbarung.

Im Großen Chor sowie in den beiden Orchestern wird jährlich je eine Probenfahrt durchgeführt. Hier finden dann auch noch intensiver als in den wöchentlichen Proben in der Schule umfangreiche Stimm- bzw. Registerproben statt (auch in Eigenregie, geleitet durch ältere Schüler bzw. Stimmführer).

Außerdem gibt es, meist aus Mitgliedern der Ensembles, diverse Kammermusikensembles und Bands.

Mit Blick auf den Aspekt der notwendigen Theorievermittlung ist es bei uns wie folgt geregelt:

Einerseits wird innerhalb von Proben sach- und probensituationsbezogen Theorie vermittelt, andererseits werden, u.a. im Rahmen unserer Fahrten, speziell für die Teilnehmer der vokal- bzw. instrumentalpraktischen Kurse, Kenntnisse aus der Probenarbeit vertieft und auch überprüft.

So wird bspw. im Rahmen einer Probe die Struktur (Form) einer Konzeption mit allen Musikern reflektiert, woraufhin dann, ausschließlich mit den Kursteilnehmern, z. B. die Harmonik tiefer gehend beleuchtet wird (Analyse / Kompositionstechnik). Darüber hinaus übernehmen einzelne Schülerinnen und Schüler theoriebezogene Sonderaufgaben, etwa Referate bzgl. der Biografie des Komponisten oder auch hinsichtlich werk- oder auch rezeptions- sowie gattungshistorischer Kontexte. Das Ergebnis wird für alle Beteiligten auf Handouts fixiert und vor der Gruppe referiert.

Auf diese Weise werden sämtliche hermeneutisch bedeutsamen Aspekte miteinander verbunden.

Außerdem führt diese Vorgehensweise zu einer gegenseitigen Befruchtung von Theorie und Praxis, so dass einerseits das Musik-Lernen und -Verstehen optimiert wird, und sich daraus andererseits aber auch (auf Grundlage der Klärung theoretischer Sachverhalte) ein bewussteres, reflektierteres Musizieren und Musikerleben ergibt, das letztendlich zu erfolgreichen, ausdrucksstarken und freudvollen Konzerten führt.

Chr. Zywietz-Godland,

Fachvorsitzende MUSIK, März 2017

Musik

Feedback | Kontakt | Sitemap | Impressum | FAQs