• die Goetheschule Essen

Facharbeiten

Themenfindung

Hinweise zur Themenfindung im Fach Kunst

Konzept einer Schülerinformation

Sie können für eine Facharbeit im Fach Kunst grundsätzlich unter drei Aufgabenarten wählen:

- bildnerische Gestaltung mit schriftlicher Erläuterung
- Analyse und Interpretation von bildnerischen Gestaltungen
- fachspezifische Problemerörterung gebunden an Bildvorgaben und Texten

Es können darüber hinaus auch Mischformen dieser Aufgabenarten abgesprochen werden.

Suchen Sie sich für Ihre Facharbeit ein Thema aus,
- das Sie besonders interessiert
- zu dem Sie das notwendige Material finden
- das Sie in der zur Verfügung stehenden Zeit auch angemessen behandeln können
- das eine eindeutige Verbindung zu dem im Unterricht der Sek II Thematisierten aufweist

Wichtig ist auch, dass Ihr Thema so gewählt wird, dass das Ergebnis keine rein reproduktive Leistung ist: nicht nur nachmalen, nachzeichnen, was ein anderer gestaltet hat, nicht nur wiedergeben, was in den Quellen steht.
Erwartet wird vielmehr die Reorganisation oder die Neugestaltung von Vorgefundenem.

So ist bei der Aufgabenart 1 nicht nur das Nachahmen eines Künstlers oder eines Stiles, gestalten wie Moore, malen wie ein Impressionist, sondern die Auseinandersetzung mit einem Gestaltungsprinzip, einer Wahrnehmungsweise, einer Weltanschauung eines Werkes, eines Künstlers, einer Epoche wichtig. Im Kommentar sollten Sie dann diesen Zusammenhang deutlich machen.
Beispiele: Skulptur im Spannungsfeld mit ihrer Umgebung und ihrem Umfeld, der flüchtige Blick auf ein Kunstwerk im Medienzeitalter, Bedeutung eines Werkes als zum Beispiel Zeitdokument, Stellung und Bedeutung des Werkes in Zusammenhang mit der Biografie des Künstlers.

Bei den Aufgabenarten 2 und 3 dürfen die Informationen, die Sie in Ihre Facharbeit aufnehmen, nicht nur aus einer Quelle stammen.
Als Untersuchungsgegenstand bietet sich an, bildnerische Gestaltungen aus der unmittelbaren Umgebung, Plastiken auf öffentlichen Plätzen, Architektur der Heimatstadt, Werke aus nahe gelegenen Museen, aktuell aufgezeichnetes Filmmaterial, zu nutzen. Diese sollten Sie mit den Methoden, die Sie im Unterricht gelernt haben, untersuchen, deuten und unter Umständen bewerten. Neben Informationen aus Büchern, Ausstellungskatalogen können Sie auch Zeitungsartikel, Dokumente aus dem Stadtarchiv, Befragungen von Zielgruppen und natürlich den Informationspool des Internet als Quellen heranziehen.
In jedem Fall müssen Sie die zitierten Textstellen markieren und die Quellen angeben.

Download der Hinweise

Roy Lichtenstein

Eines von Roy Lichtensteins Zielen...

... in seinen frühen Werken ist es, industrielle und kommerzielle Ideen bei der Motivauswahl und Farbgebung einzusetzen. Er sieht die Vorlage und deren malerische Reproduktion als probates Mittel zum künstlerischen Ausdruck.
In seinem über die Jahre sehr heterogenen Werk finden sich auch immer wieder Frauenbildnisse. Die Frauen, die Lichtenstein in seinen Werken abbildet, entbehren jede Individualität und stellten in der Regel den Prototyp der schönen und stilisierten Frau dar.
Interpretiere und vergleiche "Thinking of Him", 1963, und "Kiss V", 1964, hinsichtlich Lichtensteins Aussage: "An meinen Themen interessiert mich nicht, die Gesellschaft etwas zu lehren oder in irgendeiner Weise unsere Welt zu verbessern. Was mich betrifft, wollte ich in meinen Arbeiten mechanisch und unpersönlich wirken; ich glaube aber nicht, dass ich unpersönlich bin, wenn ich male. Und ich halte dies auch nicht für möglich." und zeige das von Lichtenstein dargestellte Frauenbild auf. Entwerfe als praktische Übung selbst probate Mittel zur Erstellung eines Frauenbildnisses und mache deutlich, welche Maßstäbe dir dabei, in Kontrast oder Korrelation, zu Lichtensteins Auffassung wichtig sind.

Rembrandt Harmeszoon van Rijn Ästhetik

Entwicklung der Ästhetik...

... in der Damenmode nach der Wende zum 20. Jahrhundert illustriert an ausgewählten Gemälden von Ernst Ludwig Kirchner. Ein Vergleich wilhelminischer Ausklänge in früher Darstellung: Straße in Dresden, 1907, zu expressiven Tendenzen: Potsdamer Platz, 1914, und aspektierter Weiterentwicklung im Vergleich von Skizzen Kirchners und von Coco Chanel, 1924.

Gerhard Richter

Eines von Gerhard Richters Zielen...

... ist es, ein Bild von Ballast wie persönlichen Gefühlen zu befreien, er will dem Betrachter keinen Zugang zu seinem Werk verschaffen, lehnt jeden Konsens ab. Er sieht das Foto und dessen malerische Reproduktion als probates Mittel zur Absichtslosigkeit. In seinem über die Jahre sehr heterogenen Werk finden sich immer wieder Frauenbildnisse. Interpretiere Ema (1966), Brigid Polk (1971) und Betty (1977) hinsichtlich Richters Aussage: "Es geht überhaupt nicht darum, gute Bilder zu malen, weil Malen eine moralische Handlung ist." und zeige das von Richter dargestellte Frauenbild auf. Entwerfe als praktische Übung selbst probate Mittel zur Erstellung eines Frauenbildnisses und mache deutlich, welche Maßstäbe dir dabei, in Kontrast oder Korrelation zu Richters Auffassung wichtig sind.

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